Wiesbaden 05.09.2016


Protokoll zu VDL-Mitgliederversammlung

Die diesjährige Mitgliederversammlung der VDL fand im Zuge der Jahrestagung am 14. Juni 2016 in Oberhausen statt.

Thematisiert wurden der neue VDL-Arbeitsausschuss Weltkulturerbe, das neue Corporate-Design der VDL sowie die neue Publikation "Denkmale der Industrie und Technik in Deutschland".

Zudem berichtete  Björn Bernat über die Aktivitäten des DNK, welches in den nächsten zwei Jahren durch das "European Cultural Heritage Year 2018" geprägt sein wird.



» Protokoll der VDL-Mitgliederversammlung 2016
Oberhausen 13.06.2016


Schall und Rauch. Industriedenkmäler bewahren

 

Jahrestagung der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland

 

13. bis 15. Juni 2016, Oberhausen (LVR-Industriemuseum, Zinkfabrik Altenberg)

 

Industrie- und technische Anlagen stehen seit über vier Jahrzehnten im Blick der Denkmalpflege. Wie kaum eine andere Region in Deutschland steht das Rheinland als Wiege der Industrialisierung und Nordrhein-Westfalen insgesamt mit seiner einzigartigen Dichte an Industriedenkmälern beispielgebend für einen schützenden Umgang mit den Zeugnissen der Industrie- und Technikgeschichte. Hier lässt sich an vielen Objekten noch anschaulich die Entwicklung Deutschlands von einer agrarisch geprägten Region in eine der führenden Industrienationen nachvollziehen, beispielsweise von den frühindustriellen Zeugnissen der Eisenverhüttung über die hochindustrielle Phase der Montanindustrie mit ihrem weit verzweigten Netz der Verbundwirtschaft bis zum bis heute andauernden Strukturwandel und der Entwicklung neuer Industrietechnologien.

 

Vor Ort am Objekt werden aktuelle Fragestellungen thematisiert, die nicht nur die Industriedenkmalpflege betreffen.

 Gastgeber ist 2016 das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland.

 

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Bildnachweis: Oberhausen, Zinkfabrik Altenberg, LVR-Industriemuseum. Foto: Silvia Margrit Wolf, LVR-ADR, 2015.



25.04.2016


Call for Papers für Die Denkmalpflege 2/2016

Themenschwerpunkt: Architektur der Postmoderne

Obwohl die Erfassung, Erforschung und Unterschutzstellung der Bauten aus den 1960er und 70er Jahren, die als Kulturdenkmäler anzusehen sind, noch lange nicht abgeschlossen ist, ist auch die Architektur der 1980er Jahre bereits mit in die Betrachtung einzubeziehen. Nach mehr als 30 Jahren stehen Sanierungen und Veränderungen an. Nur ein rechtzeitiger Blick auf diese Zeitschicht kann ihren langfristigen und im Sinne der Denkmalpflege nachhaltigen und authentischen Erhalt gewährleisten. Die Redaktion der Zeitschrift Die Denkmalpflege erbittet Exposés vor allem aus den Landesdenkmalämternzu diesem Thema, um den Stand der Erfassung, Erforschung und Unterschutzstellung von Bauten, Gärten et cetera dieser Zeit abzubilden. Gibt es erste Erfolge bei der Inventarisation oder gar der praktischen Denkmalpflege? Mit welchen Materialien, mit welchen Besonderheiten werden wir es zu tun haben? Und wie werden heute – mit dem Abstand einer Generation – Bauten gesehen, die seitens der Denkmalpflege noch zu ihrer Entstehungszeit abgelehnt worden sind. Inwieweit werden Forschungen an Universitäten und Technischen Hochschulen, deren Ergebnisse für die Denkmalpflege von großer Relevanz sein werden, einbezogen, bestehen Kooperationen, und wenn ja, welche?



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Denkmale prägen das Bild unserer Kulturlandschaften. Dorfkirchen und Altstädte, Burgen und Schlösser, Parks und technische Bauten machen Geschichte in unserem schnellebigen Alltag erfahrbar; sie erzählen eindrucksvoll von vergangenen Zeiten. Viele Bürger engagieren sich dafür, ihre Umwelt, die gebaute Umgebung, als wertvolles Kulturerbe zu bewahren.

Seit 200 Jahren ist es die Aufgabe der staatlichen Denkmalpflege, das historische Erbe für nachfolgende Generationen zu erhalten. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren es Sulpiz Boisserée und Karl Friedrich Schinkel, die den Grundstein für die Denkmalpflege legten. 1843 nahm der erste preußische Landeskonservator, Ferdinand von Quast, seine Arbeit auf; andere Länder folgten. Die wissenschaftliche Erfassung der Bau- und Kunstdenkmale setzte 1870 mit dem Denkmalinventar für die Provinz Hessen-Kassel ein. Ein Meilenstein war der erste deutsche Denkmaltag 1900 in Dresden. Die Tradition der Denkmaltage wird heute mit den Jahrestagungen der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger fortgeführt. 1899 wurde die Zeitschrift „Die Denkmalpflege" begründet, die bis heute über die Arbeit der Denkmalpflege in den deutschen Bundesländern berichtet.

Immer wieder werden Denkmale beschädigt und zerstört, oft auch aus Unkenntnis. Da die Erhaltung des Kulturerbes im Interesse der gesamten Öffentlichkeit liegt, haben die Bundesländer Denkmalschutzgesetze erlassen. Die Denkmalbehörden der Länder sorgen als Anwälte der Denkmale dafür, daß das uns überantwortete Erbe auch zukünftigen Generationen überliefert wird.

Die deutschen Landesdenkmalämter haben sich in der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland zusammengeschlossen.