Oberhausen 13.06.2016


Schall und Rauch. Industriedenkmäler bewahren

 

Jahrestagung der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland

 

13. bis 15. Juni 2016, Oberhausen (LVR-Industriemuseum, Zinkfabrik Altenberg)

 

Industrie- und technische Anlagen stehen seit über vier Jahrzehnten im Blick der Denkmalpflege. Wie kaum eine andere Region in Deutschland steht das Rheinland als Wiege der Industrialisierung und Nordrhein-Westfalen insgesamt mit seiner einzigartigen Dichte an Industriedenkmälern beispielgebend für einen schützenden Umgang mit den Zeugnissen der Industrie- und Technikgeschichte. Hier lässt sich an vielen Objekten noch anschaulich die Entwicklung Deutschlands von einer agrarisch geprägten Region in eine der führenden Industrienationen nachvollziehen, beispielsweise von den frühindustriellen Zeugnissen der Eisenverhüttung über die hochindustrielle Phase der Montanindustrie mit ihrem weit verzweigten Netz der Verbundwirtschaft bis zum bis heute andauernden Strukturwandel und der Entwicklung neuer Industrietechnologien.

 

Vor Ort am Objekt werden aktuelle Fragestellungen thematisiert, die nicht nur die Industriedenkmalpflege betreffen.

 Gastgeber ist 2016 das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland.

 

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Bildnachweis: Oberhausen, Zinkfabrik Altenberg, LVR-Industriemuseum. Foto: Silvia Margrit Wolf, LVR-ADR, 2015.



25.04.2016


Call for Papers für Die Denkmalpflege 2/2016

Themenschwerpunkt: Architektur der Postmoderne

Obwohl die Erfassung, Erforschung und Unterschutzstellung der Bauten aus den 1960er und 70er Jahren, die als Kulturdenkmäler anzusehen sind, noch lange nicht abgeschlossen ist, ist auch die Architektur der 1980er Jahre bereits mit in die Betrachtung einzubeziehen. Nach mehr als 30 Jahren stehen Sanierungen und Veränderungen an. Nur ein rechtzeitiger Blick auf diese Zeitschicht kann ihren langfristigen und im Sinne der Denkmalpflege nachhaltigen und authentischen Erhalt gewährleisten. Die Redaktion der Zeitschrift Die Denkmalpflege erbittet Exposés vor allem aus den Landesdenkmalämternzu diesem Thema, um den Stand der Erfassung, Erforschung und Unterschutzstellung von Bauten, Gärten et cetera dieser Zeit abzubilden. Gibt es erste Erfolge bei der Inventarisation oder gar der praktischen Denkmalpflege? Mit welchen Materialien, mit welchen Besonderheiten werden wir es zu tun haben? Und wie werden heute – mit dem Abstand einer Generation – Bauten gesehen, die seitens der Denkmalpflege noch zu ihrer Entstehungszeit abgelehnt worden sind. Inwieweit werden Forschungen an Universitäten und Technischen Hochschulen, deren Ergebnisse für die Denkmalpflege von großer Relevanz sein werden, einbezogen, bestehen Kooperationen, und wenn ja, welche?



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21.03.2016


Programm der Jahrestagung der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland

Schall und Rauch. Industriedenkmäler bewahren

13. bis 15. Juni 2016 in Oberhausen

LVR-Industriemuseum, Zinkfabrik Altenberg, Kesselhaus
Hansastraße 20, 46049 Oberhausen

(Tag für Denkmalpflege, Mitgliederversammlung, Plenum)

in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und dem Bund Heimat und Umwelt in Deutschland mit Unterstützung durch das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und den Landschaftsverband Rheinland

Mehr Informationen auch unter

http://www.denkmalpflege.lvr.de/de/veranstaltungen/veranstaltungen_1.html



» Programm
15.02.2016


LWL hat neuen Chefdenkmalpfleger: Dr. Holger Mertens ist neuer Landeskonservator von Westfalen-Lippe

Einstimmig wurde der Kunsthistoriker Dr. Holger Mertens am Freitag (22.1.) vom LWL-Landschaftsausschuss zum neuen Chef der LWL-Denkmal­pflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen gewählt. Der 50-Jährige tritt die Nachfolge von Dr. Markus Harzenetter an, der vor einem Jahr das Amt des Präsidenten des hessischen Landesamtes für Denkmalpflege übernommen hat. Seit dessen Wechsel führte Mertens, der bis dahin das Referat „Praktische Denkmalpflege“ geleitet hatte, die LWL-Denkmalpflege in Münster kommissarisch.

„Das kulturelle Erbe bereichert unser Leben und vermittelt Heimat und Identität. Ich bin deshalb stolz darauf, die erforschende, erfassende und pflegende Arbeit der Landeskonservatoren in Westfalen und Lippe fortführen zu dürfen“, sagte Mertens nach seiner Wahl. „Die Denkmalpflege in Westfalen-Lippe blickt auf eine lange Tradition zurück, denn das Fachamt feiert im nächsten Jahr sein 125- jähriges Bestehen. Ich möchte dazu beitragen, das Amt zu stärken, die Menschen in der Region für die Denkmalpflege zu begeistern, die Denkmaleigentümer optimal zu beraten, aber natürlich auch unsere Partner bei den Städten und Gemeinden in allen Fragen von Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur zu unterstützen.“

Bereits während seines Studiums der Kunstgeschichte, Mittelalterlichen Geschichte und der Klassischen Archäologie in Köln und Münster setzte sich Mertens mit dem Thema Denkmalpflege auseinander. Die „Architekturgeschichte des Mittelalters“ wurde zu seinem Studienschwerpunkt. Promoviert hat er 1993 bei Prof. Günther Binding in Köln. Es folgten Tätigkeiten in der Stadtarchäologie Duisburg sowie beim Stadtkonservator in Köln, die Erfahrungen im Bereich der Archäologie, der Bauforschung und der Inventarisation mit sich brachten und einen Eindruck von der Arbeit im Bereich von Denkmalschutz und Denkmalpflege auf kommunaler Ebene vermittelten. Nach seinem Volontariat beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in München betreute er ab 1997 als Gebietsreferent in der Praktischen Denkmalpflege in der Dienststelle Bamberg zahlreiche Kreise und Städte in Unter- und Oberfranken. Später führte ihn die Referatsleitung für die Praktische Denkmalpflege in Niederbayern und der Oberpfalz zurück nach München.

Zu Beginn des Jahres 2010 wechselte der gebürtige Solinger schließlich von Bayern zum LWL nach Westfalen, um die Leitung des Referates „Praktische Denkmalpflege“ zu übernehmen.



12.01.2016


Nachruf Prof. Rudolf Zießler (1934–2015)

Wie dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie erst jetzt bekannt wurde, verstarb am 17. Dezember 2015 nach schwerer Krankheit der erste Landeskonservator des Freistaates Thüringen, Prof. Rudolf Zießler, im Alter von 81 Jahren. Nicht zuletzt Zießlers Pragmatismus ist zu verdanken, dass der Thüringischen Denkmalpflege damals trotz der begrenzten ökonomischen Möglichkeiten in der DDR herausragende denkmalpflegerische Leistungen gelangen. Mit seinem Tod haben nicht nur die Kolleginnen und Kollegen des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie einen weit über Thüringen ob seiner profunden fachlichen Kenntnisse hinaus geschätzten und geachteten Kollegen verloren. Mit seinem Wirken sind zudem 33 Jahre kontinuierlicher Arbeit einer staatlichen Fachbehörde für die Bau- und Kunstdenkmale in Thüringen verbunden, die deren Wirken bis heute prägten und in unserer Denkmallandschaft bedeutende Spuren hinterlassen hat.

» Nachruf
02.06.2015


Dokumention zur Jahrestagung der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger 2014 in Berlin erschienen

Im Auftrag der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger und des Verbands der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland hatte das Landesdenkmalamt Berlin zu einer gemeinsamen Jahrestagung Anfang Juni 2014 in die Bundeshauptstadt eingeladen. Über 300 Konservatorinnen und Konservatoren, Archäologinnen und Archäologen aus dem In- und Ausland folgten der Einladung, um unter dem Tagungstitel "Zwischen Welterbe und Denkmalalltag – Erhalten, Erschließen, Engagieren" eine aktuelle Positionsbestimmung der Denkmalpflege und ihrer Entwicklungspotentiale vorzunehmen.

Die vielfältigen Beiträge aus den Sektions- und Plenumsveranstaltungen liegen als Dokumentation zum Nachlesen vor.



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27.11.2014


...in letzter Minute gerettet

Zur denkmal 2014 in Leipzig hat die Arbeitsgruppe Volontäre in der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger Rettungsgeschichten von begeisterten und engagierten Denkmalbesitzern vorgestellt. Die Ausstellung mit dem Titel ...in letzter Minute gerettet beleuchtet unterschiedliche Herausforderungen und individuelle Lösungen aus allen Bundesländern. Ihre Rettungsgeschichten erzählen aber auch von den Menschen hinter den Denkmalen und von Denkmal-Liebhabern, denen die Historie der eigenen Heimat besonders am Herzen liegt.

Die Ausstellung kann ab sofort gebucht werden. Wir freuen uns über Ihr Interesse!



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16.06.2014


Bundesdeutsche Denkmalpfleger fordern Denkmalschutz für das ICC in Berlin / Resolution anlässliche der Jahrestagung 2014 verabschiedet

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Jahrestagung 2014 der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger (VdL) und der Verbands der Landesarchäologen (VdLA) haben Anfang Juni in Berlin eine Resolution verabschiedet, in der sie die Erhaltung des Internationalen Congress Centrums (ICC) in Berlin fordern. Wie kaum ein anderer Großbau erfülle das ICC als nahezu unveränderter Zeuge seiner Zeit bis heute die wesentlichen von der UNESCO vertretenen Kriterien der Authentizität und Integrität.



» Resolution
Denkmale prägen das Bild unserer Kulturlandschaften. Dorfkirchen und Altstädte, Burgen und Schlösser, Parks und technische Bauten machen Geschichte in unserem schnellebigen Alltag erfahrbar; sie erzählen eindrucksvoll von vergangenen Zeiten. Viele Bürger engagieren sich dafür, ihre Umwelt, die gebaute Umgebung, als wertvolles Kulturerbe zu bewahren.

Seit 200 Jahren ist es die Aufgabe der staatlichen Denkmalpflege, das historische Erbe für nachfolgende Generationen zu erhalten. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren es Sulpiz Boisserée und Karl Friedrich Schinkel, die den Grundstein für die Denkmalpflege legten. 1843 nahm der erste preußische Landeskonservator, Ferdinand von Quast, seine Arbeit auf; andere Länder folgten. Die wissenschaftliche Erfassung der Bau- und Kunstdenkmale setzte 1870 mit dem Denkmalinventar für die Provinz Hessen-Kassel ein. Ein Meilenstein war der erste deutsche Denkmaltag 1900 in Dresden. Die Tradition der Denkmaltage wird heute mit den Jahrestagungen der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger fortgeführt. 1899 wurde die Zeitschrift „Die Denkmalpflege" begründet, die bis heute über die Arbeit der Denkmalpflege in den deutschen Bundesländern berichtet.

Immer wieder werden Denkmale beschädigt und zerstört, oft auch aus Unkenntnis. Da die Erhaltung des Kulturerbes im Interesse der gesamten Öffentlichkeit liegt, haben die Bundesländer Denkmalschutzgesetze erlassen. Die Denkmalbehörden der Länder sorgen als Anwälte der Denkmale dafür, daß das uns überantwortete Erbe auch zukünftigen Generationen überliefert wird.

Die deutschen Landesdenkmalämter haben sich in der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland zusammengeschlossen.